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Why Mindset (still) matters!

oder: meine Daseinsberechtigung als Mindset-Coach


Wieso ist unser Mindset immer noch der Rede wert?

Das Buzzword "Mindset" ist doch eigentlich spätestens seit Corona ausgelutscht, genauso wie Achtsamkeit und Resilienz inzwischen einen faden Beigeschmack bekommen haben. Ich spreche immer noch darüber, weil ich davon überzeugt bin, dass es unser höchstes Gut ist. Das Wichtigste, was wir haben. Weil unser Mindset bestimmt, welchen Weg wir im Leben gehen und wie glücklich und erfolgreich wir auf diesem Weg sind. Und damit meine ich nicht: spule jeden Morgen vorm Spiegel lieblos deine Mantras ab und manifestiere blauäugig vor dich hin. Um eines klar zu stellen: sowohl Mantras als auch Manifestieren sind kraftvolle Tools, um Veränderung in dein Leben zu bringen und haben inzwischen glücklicherweise den Absprung aus den rein spirituellen Sphären in die Businesswelt geschafft. Aber sie entfalten nur dann ihre Wirkung, wenn du sie bewusst nutzt. Und nur dann, wenn du dir darüber bewusst bist, aus welchem Mindset heraus du sie nutzt. Das wiederum erfordert von uns, das eigene Mindset unter die Lupe zu nehmen. Zu verstehen, woher es kommt und wie es sich zusammensetzt. Aus welchem Stoff wir gestrickt sind.


Interessanterweise tun wir das alle gar nicht mal so gerne, wie wir es oft nach außen hin verkaufen. Wir verändern uns bereitwillig in Richtungen und blicken in Themen, die uns leicht fallen, gut von der Hand gehen, unser Image aufpolieren. Tun wir das kontinuierlich, kommen wir auch auf diese Weise im Leben voran. Vielleicht sind wir sogar erfolgreich damit. Den großen Sprung allerdings wagen die Wenigsten. Was damit oft auf der Strecke bleibt, ist das persönliche Glück. Die große Erfüllung, von der zwar immer alle sprechen, die meisten von uns aber gar nicht näher definieren können. Denn sobald es ans Eingemachte aka eigene Mindset geht, erwacht die dröhnende Stimme in unserem Kopf aus ihrem Dornröschenschlaf. Ob wir sie unsere innere Stimme, den hauseigenen Schweinehund oder inneren Wächter nennen, sei mal ganz dahingestellt. Fakt ist, dass ziemlich viele von uns lieber Mantras vor dem Spiegel üben als sie draußen in der Welt umzusetzen. Denn dann können wir uns ohne schlechtes Gewissen zwei Wochen später beschweren, dass wir alles versucht haben, das Universum uns aber trotzdem nicht erhört hat. Und ab geht’s zurück in die eigene Komfortzone. Dort ist’s ja auch viel Kuscheliger. Anschaulich wird das Ganze beispielsweise anhand der Besucherzahlen im Gym, die Anfang Januar rekordverdächtig in die Höhe schießen, nur um dann Ende Februar wieder auf ihr gewohntes Maß zurück zu schrumpfen. Warum ist das so?

Die Macht unseres Mindsets

Unser Mindset ist so viel mehr als fancy Worthülsen, die wir nach Lust und Laune umschreiben können und dann unser Leben danach ausrichten. Schön wär’s, wenn’s so einfach wäre. Wieso funktioniert das selten? Der Schlüssel liegt im eigenen Glauben. Wenn wir dem, was wir da umschreiben, in Dauerschleife vor uns hin murmeln oder am Vision Board manifestieren keinen Glauben schenken, dann hat es keine Kraft. Wenn wir es gerne hätten, aber eigentlich nicht für möglich halten, dann fehlt die Überzeugung. Wenn wir es uns nur wünschen aber nicht in Bewegung kommen und die ersten Schritte tun, dann fehlt der Mut. Wenn wir etwas wollen, aber nicht wirklich wissen, warum und wo es uns am Ende hinführen soll, dann mangelt es uns nicht nur an intrinsischem Antrieb sondern langfristig auch am erfolgsentscheidenden Durchhaltevermögen. Dann bauen wir zwar in unseren Gedanken eindrucksvolle Luftschlösser, nicht aber im echten Leben. Da bleibt alles, wie es ist. Hier wird deutlich, wie viel (ungenutzte) Macht in unserem Mindset liegt. Und dass unser Mindset so viel mehr als nur Kopfsache ist. Bevor wir also unser Moodboard fürs nächste Jahr bauen, sollten wir uns fragen, was uns denn eigentlich bisher davon abgehalten hat, unsere kleinen und großen Träume, Ideen und Ziele zu verwirklichen. Und vor allem: welcher Glaubenssatz dahinter steckt. Und genau dieser Schritt erfordert von uns in die Tiefe zu blicken. In die eigenen Tiefen.

Du bist dein Mindset und dein Mindset ist du.

Dein Leben und der Punkt, an dem du aktuell stehst, ist ein Spiegel deines Mindsets. Bist du glücklich? Bist du erfolgreich? Bist du zufrieden? Bist du gestresst? Bist du krank? Bist du unzufrieden oder vielleicht sogar unglücklich? Dann hat all das, ob wir es uns eingestehen wollen oder nicht, immer mit unserer inneren Haltung zu tun und dem was aus dieser Haltung resultiert. Denn: Wie wir uns fühlen, ob etwas mit unserem Gefühl übereinstimmt oder nicht übereinstimmt, bestimmt unsere Gedanken und die beeinflussen letztlich unsere Entscheidungen (oder dass wir keine treffen), unser Tun (oder Nicht-Tun) unser Handeln (oder eben nicht ins Handeln kommen). Ganz schön viel Verantwortung, die da auf uns zukommt oder? Plötzlich halten wir unser gesamtes Leben in der Hand. Spätestens jetzt wird vielleicht auch klar, warum viele von uns da eher ungern hinschauen. Die Tiefe lieber bewusst oder unbewusst meiden und weiter zwar fleißig aber dennoch nur an der Oberfläche kratzen. Auch das wiederum ist eine Entscheidung. Eine Entscheidung, die deinem Mindset entspringt. Daran muss nichts Schlechtes sein. Allerdings müssen wir uns dann eben auch mit „nur“ oberflächlichen Ergebnissen zufriedengeben.

Die Arbeit am Mindset

Wenn wir gerade in einem oder mehreren Lebensbereichen nicht völlig glücklich, zufrieden und erfüllt sind und vielleicht auch nicht genau wissen, wie wir dahin gekommen sind oder wie wir da wieder rauskommen, gilt es, am Mindset zu arbeiten. Wenn wir irgendeine Art von Veränderung wollen, die sich bisher aber nicht so eingestellt hat, wie wir und das vorgestellt haben oder alle unsere Versuche gescheitert sind, gilt es, am Mindset zu arbeiten. Wenn wir uns immer und immer wieder in denselben verfahrenen Situationen befinden, gilt es, am Mindset zu arbeiten. Wenn uns Themen bereits unser Leben lang begleiten bzw. verfolgen und keine Lösung in Sicht ist, gilt es, am Mindset zu arbeiten. Dabei ist es egal, ob es sich um Veränderung im privaten, im Beruflichen oder sogar auf der körperlichen Ebene handelt. Wir müssen die Perlenkette an Gefühlen, Gedanken, (Nicht-) Entscheidungen, (Nicht-) Handlungen Perlenglied für Perlenglied in Augenschein nehmen. Die Muster in unserem Verhalten bis an ihre Ursprünge zurückzuverfolgen. Und spätestens da landen wir bei unserem Wertesystem inklusive der oft allzu langen Liste an Bewertungskriterien, wie sich diese in Glaubenssätze übersetzen, die sich wiederum in unseren Lebensprinzipien spiegeln und in den Lebensumständen Gestalt annehmen. Denn wenn wir verstanden haben, warum wir da sind, wo wir sind und nicht weiterkommen, wieso der erste oder nächste Schritt so schwerfällt, was uns unterstützt und was uns hindert, dann können wir damit beginnen, unsere Geschichte umzuschreiben indem wir (das Problem) an der Wurzel anpacken.

Entgegen allgemeiner Annahmen muss das kein harter und steiniger Weg werden (denn auch das ist - Überraschung - ein Glaubenssatz ;)). Ja, es dauert seine Zeit, bis wir alle alten und nicht mehr zielführenden Gedanken und Gewohnheiten aufgedeckt und durch neue und konstruktivere Versionen ersetzt haben. Aber auch nicht alles von unserem Mindset bedarf der Überarbeitung. Wir haben die negativen Anteile und die Dinge, die nicht so funktionieren wie wir uns das vorstellen nur immer viel mehr im Fokus als all das Gute in und um uns herum. Wir können unser eigenes Mindset sehr wohl basierend auf unseren Stärken transformieren. Denn wenn wir unsere Stärken erkennen, mit ihnen in Verbindung treten und aus unseren Stärken heraus in Veränderung gehen, bewegen wir uns meist wie von selbst bereits in die richtige Richtung.

Bist du oder seid ihr im privaten oder beruflichen Kontext auf der Suche nach Veränderung und euer Mindset steht euch im Weg? Dann freue ich mich, von euch zu hören!

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